Mittwoch, 26. April 2017

Die Südküste entlang bis Triscina/Selinunte


Lockere 220 km die Küste entlang war heute angesagt. Aber irgendjemand hat heute Nacht die Heizung angelassen, früh um 10 schon 24 Grad!
Die Fahrt machte spaß, nur in Gela war etwas Stau und dichter Verkehr. In Agrigento habe ich kurz gestoppt, hier sind im „Valle die Templi“ viele alte Tempelanlagen zu sehen. Bei dem warmen Wetter und den vielen Leuten hatte ich aber keine Lust nochmal groß in Kultur zu machen und bin weiter gefahren.
Nur Küstenstrasse ist langweilig, also mussten noch ein paar Berge her. Die Straße nach Caltabellotta am Monti Sicani sieht schön kurvig aus. Also nochmal eine Stunde Umweg programmiert und los ging es. Belohnt wurde ich mit vielen Kurven berghoch und wieder runter, und einem tollen Blick von den Bergen bis zur Küste.
In Triscina fand ich schnell den vom Reiseführer empfohlenen Campingplatz, wieder direkt am Meer! 🙂



















Dienstag, 25. April 2017

Der südlichste Punkt ist erreicht...


Vom Ätna ging es heute wieder zuerst Richtung Süden. An der Küste entlang nach Syrakus, dort wollte ich mir die hochgelobte Altstadt anschauen. Heute ist aber irgendein Feiertag in Sizilien, das hatte ich schon bei der Ausfahrt aus dem Campingplatz bemerkt. Die Straßen nach Syrakus warentotal verstopft, alle wollten in die Stadt. Ich habe am Anfang noch die Autoschlangen überholt und mich mit meinem Koffern durchgequetscht, aber in der Innenstadt war es dann so eng, da ging nix mehr. Entnervt gab ich auf und fuhr auf den leeren Fahrspuren stadtauswärts wieder davon.
Weiter nach Süden, in Noto gibt es auch schöne alte Gebäude, ich bin einmal quer durchgefahren und habe mich umgesehen.
Um den südlichsten Punkt zu erreichen hatte ich im Navi einfach einen Punkt auf der Karte gesetzt. Die Gegend ist vollgestopft mit riesigen Gewächhäusern. Der südlichste Punkt liegt auf einer Halbinsel. Da ich keinen Bock hatte mit den Stiefeln durch den tiefen Sand zu wandern machte ich nur ein Foto und fuhr weiter.
Ab jetzt geht es nicht mehr nach Süden, Kurs Nordwest ist angesagt, wieder an der Küste entlang.
Ich habe in Punta Braccetto einen netten Campingplatz gefunden, mit direktem Zugang zum Strand. Im Wasser war ich auch schon, aber nur bis zu den Knien, ist doch noch recht kühl!













Montag, 24. April 2017

Noch ein Vulkantag - Auf den Ätna














Heut früh soforz hoch auf den Parkplatz vor der Seilbahn. Dort schnell die Jeans und Wanderschuhe angezogen und das Moppedzeug in die Koffer gestopft.
Dann an der Kasse angestellt. War ziemlicher Trubel und ich musste 15..20 min warten. Dann Ticket gekauft, für festhalten, 63€! Darin enthalten ist die Seilbahn, der Truck bis ganz hoch und ein Guide der uns begleiten soll. Mächtig happig, wenn man da mit ner vierköpfigen Familie hoch will, Ermäßigung für Kinder war nicht angeboten.
Die Seilbahn besteht aus einer kleinen Kabine für 6 Leute. Wackelt ganz schön, aber die Sicht ist super. Man schwebt den Berg hoch über tote Geröllfelder.
Oben angekommen brauche ich erstmal was zu essen, es ist 11 Uhr und ich hatte kein Frühstück. Danach gings weiter zu den Trucks, Mercedes Unimog mit aufmontierter Kabine hinten drauf. Mit dem Monsterteil fährt man dann bis hoch auf 2.900 m Höhe. Eine sehr steile und holprige Fahrt.
Oben angekommen wird man von einem Führer erwartet der etwas über die Vulkangeschichte erzählt, man kann aber auch alleine durch die Gegend laufen. Der Krater ist nochmal einige hundert Meter über uns, aber wir stehen auf noch warmer Lava, die Steine sind warm und die Luft flimmert darüber. Von der Höhe hat man einen weiten Blick, aber unter uns sind viele Wolken.
Dann geht's wieder mit den Truck ein Stück runter. Dort ist ein frischer Lavastrom vom 9. März zu sehen.
Dann geht's nochmal mit den Truck ganz runter zur oberen Seilbahnstation und mit der Seilbahn wieder zum Parkplatz.
Anschließend war die Umrundung des Etnas mit dem Mopped geplant. Schöne kurvenreiche Strecke immer in Sichtweite zum Vulkan. Leider ist es immer bewölkter geworden und man sieht nur Wolken. Deshalb fahre ich nur halb um den Berg rum bis zur Station Etna Nord (1.5h),  und fahre von dort wieder zurück zum Campingplatz.

Sonntag, 23. April 2017

Sizilien erreicht!


Heut früh das kurze Stück bis zum Hafen Villa San Giovanni. Die Gegend im südlichsten Festland ist immer noch bergig und grün bewachsen.
Mittag war ich dann in der Hafenstadt. Ein Ticketschalter ist schon in der Stadt, man folgt den Fahrspüren, kauft das Ticket, denkt man ist schon im Hafen, fährt dann um die Ecke und ist wieder in der Stadt. Komisch. Ich bin einfach dem Navi hinterher gefahren und war nach 3 min im richtigen Hafen. Wo es noch ein Ticket – Shop gab.
In der Schlange angestellt und 20 min gewartet. Dann aufs Schiff, schön den Einweisern folgen und das Mopped am Rande des Fahrzeugdeckes abstellen. Gurte und Zurrösen gibt es nirgendwo, die Motorräder werden wohl einfach abgestellt und nicht gesichert.
Wird schon schiefgehen, schnell an Deck um zu schauen. Der Abstand zu Sizilien ist wesentlich geringer als erwartet. Ich muss nachher mal googeln wie schmal die Straße von Messina ist.
Nach 15..20 min sind wir da, runter ins Fahrzeugdeck und rauf aufs Mopped.
Sizilien ist so wie ich es erwartet hatte, die Küste,  da wo es möglich ist, bebaut, und im Hinterland Berge und Felsen. Auch hier noch sehr viel grüner Bewuchs, ändert sich das im heißen Sommer?
Die Temperatur hier ist heute zum ersten Mal seit langem auf über 20 Grad geklettert.
Die Strecke an der Ostküste runter bis nach Catania hab ich auf der Autobahn absolviert. Landstraße wäre nur Stadtverkehr gewesen, und die Kurvige Strecke hätte 5h gedauert….
Den Campingplatz in Nicolosi habe ich diesmal sofort gefunden, und er hat sogar offen!
Zelt aufgebaut und erstmal ne halbe Stunde ausgeruht. Dann nochmal auf den Etna, 16 km den Berg hoch. Spitzkehren fahren am Vulkan – macht auch nicht jeder!
Oben sind die riesigen Lava- Geröllfelder zu sehen, sehr eindrucksvoll. Kommt auf den Bildern bestimmt nicht rüber. Der Etna raucht auch, das weiße sind keine Wolken.
Einen kleinen Krater könnte man schon an der Seilbahnstation besichtigen.
Morgen fahre ich mit der Seilbahn mal hoch!